11.03.12 Großdemo in Gronau Fukushima

Friday, March 9, 2012 - antiatom at 17:27 in AKW, Atommafia

1 Jahr Fukushima und kein Ende…!

11. März 2012, 13 Uhr, Bahnhof Gronau:
Großdemo zur Urananreicherungsanlage Gronau
Am 11. März 2011 begann die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Die schrecklichen Bilder vom Erdbeben, vom Tsunami und von den zerstörten Reaktoren gingen um die Welt. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden, weite Landstriche sind radioaktiv verseucht und langfristig unbewohnbar. Nach Tschernobyl wurde der Super-GAU erneut bittere Realität. Dennoch ist der Atomausstieg auch in Deutschland - trotz offizieller Beteuerungen - noch längst nicht besiegelt.
Der Fukushima-Betreiber Tepco betrieb seine AKW mit deutscher Hilfe: Der Urananreicherer Urenco, der zu einem Drittel RWE und EON gehört, lieferte jahrelang angereichertes Uran für die Brennelementefertigung. In Deutschland betreibt Urenco in Gronau die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage. Mittlerweile kann jedes 10. AKW weltweit mit angereichertem Uran aus Gronau betrieben werden – und das unbefristet, weil die Bundesregierung die Urananreicherung in Gronau nicht stilllegen will. Wenige Kilometer nördlich läuft zudem die Brennelementefabrik Lingen unbegrenzt weiter. Das ist heuchlerisch und unverantwortlich.
Wer ernsthaft aus der Atomenergie aussteigen will, darf den Uranbrennstoff für die AKW nicht in alle Welt liefern! Das ist kein Atomausstieg!

Die Urananreicherung ist zudem eine militärisch äußerst gefährliche Technologie, die zur Produk-tion von Atomwaffen unverzichtbar ist. Selbst abgereichertes Uran wird noch in panzerbrechender Munition verwandt und verursachte z. B. im Irak entsetzliche Missbildungen. Wer Uran anreichert, spielt mit dem Feuer.

Wir lehnen entschieden jede Art von Atomexport ab: Weder Exportbürgschaften für AKW-Neubauten noch der Bau von neuen AKW durch deutsche Energiekonzerne sind akzeptabel.

In Deutschland sind zur Zeit neun AKW am Netz - wie die AKW Lingen und Grohnde (beide in Niedersachsen) sollen sie größtenteils noch für mindestens zehn Jahre am Netz bleiben. Das ist kein Atomausstieg! Für die Lagerung des Atommülls gibt es weltweit keine Lösung. Atommülltransporte von A nach B zur „Zwischen“-Lagerung sind sinnlos und gefährlich. Wir lehnen den geplanten Transport der 152 West-Castoren vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus genauso entschieden ab wie die schwach- und mittelradioaktiven Atommülltransporte von den Atommüllkonditionierungsanlagen in Jülich und Duisburg nach Ahaus sowie die Urantransporte von und nach Gronau.

Fukushima hat erneut deutlich gemacht: Atomenergie ist gefährlich, unbeherrschbar und verantwortungslos! Am 11. März 2012 wird deshalb bundesweit und international an vielen Atomstandorten protestiert. Wir fordern:

Urananreicherung verbieten - Gronau stilllegen! 11. März 2012, 13 Uhr, Bahnhof Gronau

Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!

Keine Exportbürgschaften für neue AKW!

Atomkonzerne auflösen!

Dezentrale Energiewende jetzt!

www.fukushima-jahrestag.de

graswurzel.tv berichtet vom Castortransport

Wednesday, November 23, 2011 - antiatom at 17:02 in Castor

Dieses Jahres rollt der 13. Atommülltransport aus dem französischen La Hague ins niedersächsische Wendland nach Gorleben.
Die Reaktorkatastrophe von Fukushima und die daraus resultierende neue Auseinandersetzung mit der Atomkraft im Allgemeinen haben zu einer weiteren Sensibilisierung der Menschen geführt. Die erhöhten Strahlenwerte am Zwischenlager Gorleben müssen eine ernsthafte Auseinandersetzung mit einem noch zu suchenden sicheren Endlagerstandort für Atommüll nach sich ziehen. Dennoch findet weiterhin ein Ausbau des Salzstocks in Gorleben und eine Zementierung Gorlebens als Endlagerstandort durch die geplante Einlagerung weiterer elf Castorbehälter im dortigen Zwischenlager statt.

Die Vorbereitungen auf die Proteste gegen den für das erste Adventswochenende geplanten Castortransport sind in vollem Gange.
Nachdem wir 2006, 2008 und 2010 mit einer tagesaktuellen Berichterstattung die Transporte und Proteste begleiteten, werden wir auch in diesem Jahr wieder mit unseren Kameras dabei sein. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Protest und die eigentliche Motivation der Demonstrierenden in den etablierten Medien oft ungenügend dargestellt werden. Neben einer alternativen Berichterstattung möchten wir mit der Anwesenheit unserer Kameras auch Schutz vor sonst undokumentierter willkürlicher Repression gegen Demonstrierende bieten.

Wir planen mit mindestens drei Kamerateams zu möglichst jedem Protestort an der gesamten Wegstrecke zu fahren. Allerdings ist dieses ehrenamtliche Engagement mit einem beträchtlichen logistischen und finanziellen Aufwand verbunden. Die entstehenden Kosten für Benzin, Mietwagen, Telefon oder Equipment können von uns leider nicht komplett privat getragen werden. Um dem Ziel der tagesaktuellen und möglichst umfassenden Berichterstattung nachgehen zu können, sind wir daher auch in diesem Jahr auf die finanzielle Unterstützung von Menschen angewiesen, die unsere Arbeit schätzen.

In unserem Solishop (www.graswurzel.tv/solishop) können DVDs mit Clips aus den vergangenen Jahren gegen Spende erworben werden. Die Einnahmen fließen zu 100 Prozent in die Arbeit von graswurzel.tv.

Filme anschauen: www.graswurzel.tv

Veranstalter halten an Großdemo am 26.11. in Dannenberg fest

Monday, November 21, 2011 - antiatom at 05:33 in Castor

BI Lüchow Dannenberg, 20.11.11

Früherer Castor-Abfahrtstermin in Frankreich – Viele unterschiedliche Transportabläufe denkbar – „Wir lassen uns nicht verrückt machen.“

Der Trägerkreis „Gorleben soll leben“ hält trotz Informationen, der Castor-Transport könne bereits am Mittwoch in Frankreich starten, daran fest, die geplante Großdemonstration am Samstag, den 26. November um 12.30 Uhr in Dannenberg zu veranstalten.

„Beim jetzt wahrscheinlichen Abfahrts-Zeitpunkt am Mittwoch sind die unterschiedlichsten Szenarien denkbar“, so Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. „Der Transport könnte theoretisch, käme er reibungslos durch, schon vor der Demonstration ankommen. Es spricht aber auch einiges dafür, dass es unterwegs längere Pausen gibt und der Zug erst nach der Demonstration nach Dannenberg rollt. Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet.“

Jochen Stay , Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Wir lassen uns nicht verrückt machen. Die Demonstration am kommenden Samstag wird so oder so ein deutliches Zeichen an die Bundesregierung, dass der Weiterbau im Salzstock Gorleben auf breite gesellschaftliche Ablehnung stößt. Wir rufen alle Atomkraftgegner dazu auf, sich so früh wie möglich, aber spätestens zu einer kraftvollen Kundgebung am Samstag auf den Weg ins Wendland zu machen.“

Weitere Informationen auf

http://www.gorleben-castor.de

Presse-Kontakt für den Trägerkreis:
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher BI Lüchow-Dannenberg, 0170-5105606
Jochen Stay, Sprecher .ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie, 0170-9358759

Weitere Pressekontakte:

https://www.gorleben-castor.de/index.php?cont=8

Organisiert wird die Großdemonstration von einem Bündnis aus Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, dem Kampagnennetzwerk Campact, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Robin Wood, dem Informationsnetzwerk contrAtom, der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad und dem DGB Region Nordost-Niedersachsen.

CASTOR 2011 verhindern!

Friday, November 18, 2011 - antiatom at 14:05 in Castor

Der CASTOR soll am ersten Adventswochenende in Gorleben eintreffen. Auch in diesem Jahr werden sich wieder Menschen der FAU an unterschiedlichen Widerstandsaktionen gegen den letzten CASTOR-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins niedersächsische Wendland beteiligen.

Dabei ist es noch immer unverantwortlich, den gefährlichen atomaren Abfall quer durch die Bundesrepublik ins Zwischenlager Gorleben zu kutschieren. Denn mit jedem weiteren Castor wird der Standort Gorleben auch als Endlager zementiert. Eine ergebnisoffene Endlagersuche – wie von den Herrschenden suggeriert – wird damit weiter unmöglich gemacht.

Ein über mehrere Millionen Jahre sicheres Endlager ist so oder so nicht möglich. Haften werden immer nachfolgende Generationen, sie tragen das Risiko und die finanziellen Folgekosten – die Asse lässt grüßen.

Statt Gorleben anzusteuern und den Weg dorthin mit Hundertschaften von „Sicherheitskräften“ gegen widerständige Menschen freizuprügeln, gehört der Transport abgesagt. Eine Zwischenlagerung, egal wo, birgt für die dort lebenden Menschen nur gesundheitliche Risiken. Zumal der Castorzug regelmäßig durch Wohngebiete fährt, so auch jedes Jahr durch das Stadtgebiet von Hannover.

Solange die Endlagerfrage ungeklärt ist, darf es keine weiteren Transporte geben!

Trotz der Abschaltung von acht Kernkraftwerken auf Grund der vermeintlichen Energiewende der Bundesregierung werden mit den restlichen Kraftwerken weiter Gewinne für die großen Energiekonzerne erzielt. Diesen kapitalistischen Normalzustand werden wir genauso wenig hinnehmen, wie den diesjährigen Castortransport selbst.

Wir als FAU Hannover werden dem nicht tatenlos zusehen, sondern uns in den Widerstand gegen den Castor, für eine echte Energiewende und für mehr Klimagerechtigkeit einbringen!

FAU Hannover, 16.11.11

Weitere Infos und Aktionen

Seit Jahren manifestiert sich der Widerstand gegen Atomkraft bei den CASTOR-Transporten. In diesem Jahr werden zum letzten Mal CASTORen aus Frankreich erwartet - dann bleibt “nur noch” der Müll in Sellafield.

Ein Kommentar zum letztjährigen Transport ist daher noch aktuell, genauso wie der Aufruf, wie zu den Demonstrationen Anfang des Jahres.

Informationen gibt es zu allen Aktionen gegen Atomkraft bei Contratom.

…und natürlich müssen wir nicht nur gegen Atomkraft aktiv werden, wie das Beispiel der GenossInnen aus Hessen zeigt.

Was die FAU-Hannover zur Energiewende denkt ist im aktuellen Positionspapier zusammengefasst.

Castor 25.-28. November 2011 nach Gorleben

Friday, September 9, 2011 - antiatom at 17:04 in Castor

Castoren sollen Ende November rollen
BI Umweltschutz: “Niedersachsen Büttel der Atomindustrie”

Ungeachtet der Debatte um die erhöhte Strahlenbelastung im atomaren
Zwischenlager Gorleben bereitet sich die Polizei auf den nächsten
Castor-Transport im November 2011 vor. Der Termin für die 13.
Atommüllfuhre aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage Cap de La
Hague nach Gorleben steht inzwischen fest. Die Recherche der
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ergab, dass die
Polizei ihren Großeinsatz für den 25.-28. November terminiert.”Das wird
dem ersten Advent einen neuen Gehalt geben: Ankunft des Castors”, meint
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Die Landesregierung mache sich mit dieser getroffenen Terminierung
völlig unglaubwürdig, kritisiert die BI. Bis Ende September muss die
Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) ihre Annahmebereitschaft
mitteilen. “Ungeachtet einer ausstehenden erneuten Prüfung der
Strahlenwerte durch das Niedersächsische Umweltministerium setzt das
Innenministerium die Linie durch, dass der Transport wie geplant
stattfindet, Niedersachsen macht sich zum Büttel der Atomindustrie und
ihrer Entsorgungsnöte, wozu gibt es eigentlich Grenzwerte, wenn die
keine Rolle spielen,” fragt die BI.

“Mit diesem Manöver tragen GNS und die Landesregierung zu einem
Mobilisierungsschub bei, wir werden das Atommülldilemma in den Fokus
der politischen Auseinandersetzung rücken”, sagte Ehmke.

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

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