Koranverteilung in Iserlohn

Am Sa., 26.05.12 werden ab 12 Uhr vor der Stadtbücherei im Rahmen der islamischen Missionierungskampagne „Lies!“ Korane in Iserlohn verteilt. Würde es wohl im englischsprachigen Raum eine Kampagne mit dem Titel „Lies!“ (übersetzt: „Lügen!“) geben? Über dem Infostand gibt es aufgrund des sonnigen Wetters im Gegensatz zum letzten Mal an gleicher Stelle keinen Pavillon. Die Korane sind in umweltfeindliche Plastikfolie eingeschweisst.

Die bundesweit groß aufgezogene Koranverteilungsaktion ist aufgrund des salafistischen Hintergrundes der Organisatoren, der mutmasslichen Finanzierung aus dem Gottesstaat Saudi-Arabien und der Drohung gegen Journalisten, die darüber informieren, umstritten. Die meisten Menschen in Deutschland hinterfragen kritisch eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit durch religiöse Fundamentalisten. Ausserdem werden in der aufgeklärten Öffentlichkeit islamisch-salafistische Positionen wie die Einführung der Scharia, Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Steinigung von Ehebrecherinnen, Ermordung von Islam-Aussteigern, Antisemitismus und religiös motivierte Gewalt strikt abgelehnt.

Koranverteilung in Iserlohn
Fotos: Schwarze Katze, 26.05.12

Aufruf: „Demonstration von Pro Köln verhindern!“

Zum zweiten Mal innerhalb von 3 Monaten wollen Rechtspopulist_Innen aus dem Dunstkreis von Pro-Köln am 28.01.12 in Köln-Kalk ihre Hetze gegen das Autonome Zentrum auf die Straße tragen. Beim ersten Versuch am 19.11.11 wurde das Häuflein Elend bereits an der Kalker Post durch entschlossenen antifaschistischen Widerstand gestoppt.

Das Autonome Zentrum: ein Ort für alternatives Leben

Seitdem die KHD-Kantine am 16.4.10 in Kalk besetzt wurde und dort ein Autonomes Zentrum entstand, wurde ein Freiraum geschaffen. Dort ist Platz für ein Kino, eine Fahrradwerkstatt, ein Fotolabor, Ateliers, Gruppenräume uvm. Außerdem haben hunderte Veranstaltungen zum Thema (Anti-)Politik, Kultur, Kunst usw. stattgefunden. Genau diese unkommerzielle Kultur passt nicht in das verengte Weltbild der Rassist_Innen der Pro-Szene, welche versuchen das Autonome Zentrum als Hort von Drogenkonsum, Straftäter_Innen und Vandalismus darzustellen. Weil sich dieser Raum dem „rechtsstaatlichen“ Chaos entzieht, wird dieser Ort der Gegenkultur als Propaganda von ihnen für einen starken Staat missbraucht.

Nationalstaat und Rassismus

Dabei haben wir bereits einen allumfassenden Nationalstaat, der jeden Tag auf’s Neue den Nährboden für diese Rassist_Innen bereitet. Denn der Rassismus beschränkt sich nicht nur auf einige wenige Köpfe, sondern ist ein strukturelles gesellschaftliches Problem, welches sich in Form von staatlichen Abschiebungen bishin zu Alltags-Rassismus äußert. Beispiele wie Rostock-Lichtenhagen zeigen, dass eine rassistische Atmosphäre jederzeit in gewaltätige Progrome umschlagen kann. Dass die Polizei Aufmärsche von Rassist_Innen durchprügelt und beschützt, ist nur der Gipfel.

Bratwurst und Wegschauen

Das Bündnis „Köln stellt sich quer“, bestehend aus Parteien, Kirchen und arbeitgeberfreundlichen Gewerkschaften (DGB), praktiziert einen geheuchelten offensiven Widerstand. Allein der Name „Köln stellt sich quer“ suggeriert eine Taktik der Verhinderung von rassistischen Aufmärschen, die aber in der Realität nicht praktiziert wird. Stattdessen verfolgen sie eine Philosophie des passiven Widerstandes, wie von dem Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers gepredigt: „Wegschauen und Bratwurst essen“. Gleichzeitig nutzen Parteien wie z.B. Die Linke, Bündnis ´90 die Grünen, Kirchen usw. derartige Proteste für ihre staats- und herrschaftstreuen Inhalte.

Pro Szene und der Islam

Wir nehmen nicht am Widerstand gegen die Pro-Szene teil, um den Islam zu verteidigen. Da wir alle Religionen ablehnen, kritisieren wir den Islam aus einem religionskritischen Kontext heraus und nicht wie die Pro-Szene, aus einem sozial-chauvinistischen und rassistischen Weltbild.

Wir rufen daher zu entschlossenem „kreativem“ Widerstand auf!

Gegen jede Form von Herrschaft!
No Pasaran! Sie werden nicht durchkommen!

ASJ Köln, http://asjkoeln.blogsport.de/

Religionskritiker fordern Isolierung des iranischen Regimes

Boykottaufruf: Religionskritiker fordern Isolierung des iranischen Regimes
Giordano Bruno Stiftung, 28.10.10
Der von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland) und Maryam Namazie (Zentralrat der Ex-Muslime Großbritannien) organisierte Protest gegen die Steinigung der Iranerin Sakineh Ashtiani hat weltweit Reaktionen hervorgerufen. Zunächst versuchte das iranische Regime den Protest abzuwiegeln. In einem Fernsehinterview mit dem US-Sender ABC behauptete Irans Präsident Ahmadinedschad, Ashtiani sei niemals zum Tode durch Steinigung verurteilt worden. „Mörder von Menschen, die vorgeben, nun Menschenrechte zu vertreten“, hätten diese „Propaganda“ veröffentlicht, vor allem auch „jemand in Deutschland“ (Ahadi).

Nachdem sich herausstellte, dass sich die Weltöffentlichkeit nicht so leicht hinters Licht führen lässt, reagierte das Regime ungehalten: Als zwei deutsche Journalisten durch Vermittlung Ahadis den Sohn Ashtianis, Sajjad, und deren Rechtsanwalt Houtan Kian am 10. Oktober im Iran interviewten, wurden alle vier Beteiligten verhaftet. Mina Ahadi, die das Gespräch per Telefon dolmetschte, wurde Zeugin der Ereignisse und informierte die Presse. Wie die Newsletter-Redaktion heute erfuhr, sind Sajjad und Houtan Kian im Arrest gefoltert worden. Ob den beiden deutschen Journalisten das Gleiche wiederfuhr, war nicht in Erfahrung zu bringen. Jedenfalls wurden sie gemeinsam mit Rechtsanwalt Kian am 26. Oktober in das Gefängnis in Tabriz überführt. Bislang waren alle Bemühungen des Auswärtigen Amtes, die Journalisten freizubekommen, vergeblich.

Angesichts der jüngsten Ereignisse haben 12 säkulare Intellektuelle einen Boykott des iranischen Regimes gefordert. In dem u.a. von Mina Ahadi, Richard Dawkins, Taslima Nasrin und Michael Schmidt-Salomon unterzeichneten Aufruf, wird an den wirksamen Boykott des südafrikanischen Apartheitsregimes erinnert. Nun müsse die iranische Regierung mit gleicher Konsequenz diplomatisch isoliert werden. Steinigungen seien Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die unter keinen Umständen toleriert werden dürften.

Iraner nehmen deutsche Journalisten fest:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,722518,00.html

Interview mit Mina Ahadi zum Fall:
http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Die-Exil-Iranerin-Mina-Ahadi-ueber-Steinigungen-und-Sakine-Aschtiani-1199405356

Boykottaufruf von Ahadi, Dawkins, Schmidt-Salomon & Co (englisch):
http://stopstonningnow.com/wpress/4191

Tatort Kurdistan

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Tatort Kurdistan“ ist ein umfangreicher Reader entstanden, welcher die Verstrickung deutscher Unternehmen in dem Krieg gegen die Kurden dokumentiert. In dem im September 2010 entstandenen Reader geht es um Rüstungsexporte, Kreditvergaben, Giftgas und andere Aktivitäten deutscher Unternehmen in Kurdistan. Der Reader kann als PDF-Datei heruntergeladen werden, indem auf das untenstehende Titelbild geklickt wird.

Mit Islamismus gegen die Aufklärung

Die Aktion 3. Welt Saar hat die Flugschrift „Mit Islamismus gegen die Aufklärung“
herausgegeben. Zentrales Anliegen ist ein Plädoyer für Toleranz und gegen Islamismus. „Wir haben uns bewusst entschieden, öffentlich gegen Islamismus Stellung zu beziehen, weil dieses Thema häufig noch unter dem Aspekt von Toleranz und kultureller Vielfalt verharmlost wird“, so Klaus Blees, der gemeinsam mit Rüdiger Fries die Flugschrift verfasst hat. Islamismus ist eine radikalisierte, fundamentalistische Form des Islam. Die Flugschrift wird im Rahmen des bei der „Aktion 3.Welt Saar“ angesiedelten „Kompetenzzentrums Islamismus“ publiziert.

Mit tödlicher Konsequenz – siehe die Anschläge von New York, Madrid und Beslan oder die Ermordung des holländischen Filmemachers Theo van Gogh – führen Islamisten ihren weltweiten „heiligen Krieg“ gegen die „westliche Vorherrschaft“ und die Aufklärung. Die Anschläge machen deutlich, dass Islamisten eine Praxis der Unterdrückung, Verfolgung und des Terrors gegen alle, die anders leben wollen, als es der kollektive Zwang, wie das islamische Recht (Scharia) es vorsieht, etablieren wollen. Zur Praxis der Scharia gehören die Steinigung von Ehebrecherinnen und die genitale Verstümmelung von Frauen. Gemeinsamer Nenner von Islamisten ist der Kampf gegen Israel und gegen die von ihnen so wahrgenommene Dekadenz des Westens.

Download der Flugschrift im PDF-Format.