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Schwarze Katze

Nicht angemeldete Demonstration in Iserlohn aufgelöst

Satire, Sauerland Posted on 11/11/2018 4:57

Nicht angemeldete Demonstration in Iserlohn aufgelöst

+++Eilmeldung+++

Iserlohn. Dem beherzten Eingreifen einer Hundertschaft der Polizei ist es zu verdanken, dass eine nicht angemeldete Demonstration auf einem Iserlohner Friedhof innerhalb weniger Minuten aufgelöst werden konnte. Bei den Beteiligten wurden dutzende Schlagstöcke sowie Pyrotechnik im großen Umfang sichergestellt.

Nach Angaben der Polizei nahmen rund 50 Minderjährige im Alter zwischen drei und sechs Jahren an der Kundgebung teil. Augenzeugen berichten, dass die Beteiligten laustark Sprüche wie „Sankt Martin, Sankt Martin“ und „Rabimmel, rabammel, rabumm, bumm bumm!“ skandierten und dabei Schlagstöcke vor sich her trugen, an denen Brandsätze befestigt waren.

Ob es sich bei den Demonstranten, die sich als Besucher der Kindertagesstätte „Blaue Zwerge“ ausgaben, um Mitglieder eines extremistischen Bündnisses handelt, wird derzeit noch geprüft. Die 43-jährige Leiterin der Gruppe wurde festgenommen und sitzt derzeit noch in Untersuchungshaft. Ein weiterer Mann (ließ seine halbe Jacke liegen) auf einem Pferd, der die Demonstration anzuführen schien, konnte sich im vollen Galopp dem Zugriff durch die Beamten entziehen.

Wie die Polizei mitteilte, werden zudem mehrere Dutzend von den Demonstranten mitgeführte Kekse auf Drogen untersucht; das Ergebnis steht noch aus. Da mehrere Beamte von widerspenstigen Kindern gekratzt und laut Polizeibericht teilweise fies ans Schienbein getreten wurden, ergingen insgesamt 32 Strafanzeigen wegen schwerer Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. 17 Polizisten wurden krankgeschrieben.



Satire zum 1. April 2018

Satire Posted on 01/04/2018 17:15

Satire zum 1. April 2018

– Der Poncho-Plan wird beschlossen. WDR
– Matheprofessor begeistert mit Aprilscherz das Internet. Rheinische Post
– Öko-Helis und ein Trabi für die Polizei. Die Zeit
– Seehofer Pläne für Heimat-Fauna: Der Bär gehört hierher. Tagessschau
– Alles bereit für 1. April: Kichernder Pfarrer mischt Abführmittel in Ostermesswein. Der Postillion
– Groko plant neue Steuer für Selbstversorger. Mein schöner Garten
– Sahra Wagenknecht gründet links-nationale Partei. Freitag
– Urbi et Obi. Papst segnet aus Versehen Baumarkt. Die Welt



„Wir haben nicht genug Betten für die Gefangenen“: Nordkorea sagt Krieg gegen die USA ab

Kommunismus, Satire, Totalitarismus Posted on 04/04/2013 22:44

Nordkoreas Staatschef sagt den Krieg gegen die USA in letzter Minute ab, versichert aber, dass er für die klamme Volksrepublik durchaus zu gewinnen gewesen wäre. Ein Gespräch mit Kim Jong-un.

Kim Jong-un ist Erster Sekretär der Partei der Arbeit Koreas, Erster Vorsitzender der Nationalen Verteidigungskommission und Oberkommandierender der Koreanischen Volksarmee.

Herr Oberkommandierender, um nur eins Ihrer zahlreichen Ämter zu nennen – was ist dran an der westlichen Propaganda, dass Sie demnächst die USA angreifen wollen?

Um ehrlich zu sein: Das war tatsächlich für Ostern geplant. An der Moral unserer Truppe wäre es auch nicht gescheitert. Darüber hinaus haben wir deutlich mehr Atomsprengköpfe als im Westen gemeinhin angenommen. Aber die wollten wir nur im äußersten Notfall einsetzen. Es mangelt an viel banaleren Dingen, aber der Krieg wäre für uns durchaus zu gewinnen gewesen. Gleichwohl haben wir uns entschlossen, ihn auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Woran mangelt es denn?

Sehen Sie, ich habe das mal durchrechnen lassen: Die US-Armee, das sind ja über eine Million Leute, wenn man alle Waffengattungen zusammenrechnet. Und da ich nicht als Unmensch in die Geschichte eingehen will, hatten wir eigentlich vor, etwa ein Drittel davon am Leben zu lassen. Das wären dann weit über 300 000 Personen, die in den Kriegsgefangenenlagern meinem Volk die Haare vom Kopf fressen würden. Und das soll ja nicht jeder Dahergelaufene, wenn Sie verstehen, was ich meine. Außerdem gibt es Probleme mit der Unterbringung an sich. Wir haben nicht genug Betten für die Gefangenen.

Ist das denn für Ihre Republik ein unlösbares Problem?

Sie ahnen ja nicht, wie viele Nordkoreaner auf der Warteliste für ein Bett stehen.

Müssen wir uns die Wartezeit in etwa so vorstellen wie bei den Autos der DDR?

Die Frage war jetzt wirklich nicht nett! Es ist auch nicht so, dass mein Volk nicht in der Lage wäre, genug Betten zu produzieren. Im Gegenteil. Wir exportieren sogar welche. Eine schwedische Möbelhauskette weiß ein Lied davon zu singen, was nordkoreanische Wertarbeit ist.

Würden Sie uns auch den Namen dieser Möbelhauskette sagen?

Also, das geht nun wirklich zu weit. Bei den Atomsprengköpfen bin ich Ihnen schon sehr entgegen gekommen, aber ich muss ihnen ja nicht alle Staatsgeheimnisse verraten. Im Krieg und in der Liebe ist zwar alles erlaubt, aber in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit halten wir uns an die Regeln. Unsere westlichen Vertragspartner können sich auf hundertprozentige Diskretion verlassen. Sagen Sie mal, ist das eigentlich ein C&A-Pullover?

Warum?

Ach, nur so.

Gehe ich also recht in der Annahme, dass Sie ihr Atomprogramm unter anderem durch den Export von alltäglichen Dingen wie Schlafzimmermöbeln finanzieren?

Das kann man so nicht sagen. Mit einem Teil der Exporterlöse ist auch der neue Aufzug für den Juche-Turm finanziert worden. Diese Japaner sind vielleicht gierig, kann ich Ihnen sagen…

Die Japaner? Bedeutet „Juche“ nicht Autarkie?

Ja, ja. Jetzt denken Sie, das muss uns peinlich sein. Aber ihr Europäer habt ja allen Grund, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wer ’s nicht mal auf die Reihe bringt, seine Klamotten selber zu produzieren…

Entschuldigung. Zurück zum Krieg, den Sie aus logistisch-humanitären Gründen verschoben haben: In westlichen Demokratien geht man ja nicht unbedingt davon aus, dass Nordkorea so zimperlich bei der Unterbringung von Gefangenen ist. Ein Vorurteil?

Was mich betrifft: Ganz bestimmt. Ich bin in einem Schweizer Internat erzogen und weiß genau, was sich gehört. Wenn ich ein Mädchen zu mir einlade, muss ich vorher mein Zimmer aufgeräumt haben. Wenn ich einen Krieg anfange, muss ich genug Betten für die Gefangenen haben. Das ist eine Frage der Höflichkeit. Wenn aber irgendeine Schlampe ungefragt vor meiner Tür steht, kann sie sich nicht beschweren, dass es bei mir aussieht wie bei Hempels unterm Sofa. Und wenn US-Soldaten uns angreifen, dann machen wir entweder gar keine Gefangenen – oder wir bringen sie einfach in Erdlöchern unter. Unangemeldeter Besuch muss nehmen, was kommt. Nur, damit das klar ist.

In westlichen Medien sind Fotos aufgetaucht, die Sie und ein paar Generäle zeigen, mit denen Sie angeblich über den Angriffsplänen brüten. Sind diese Bilder mit Ihrem Einverständnis veröffentlicht worden?

Ach, da haben wir doch nur die Speisekarte der Kantine des Verteidigungsministeriums studiert.

Und warum haben Sie da so ernst geschaut?

Ich habe so ernst geschaut, weil wieder kein einziges Schweizer Gericht drauf stand. Noch nicht mal Sennenhund süß-sauer.