Wie Produkte Umweltwirkungen und Kilometer auf dem Buckel haben …
Äpfel, Bananen, Kaffee, Taschentücher, Tampons, Nordseekrabben,
Sportschuhe, Schnittblumen: Es sind **Produkte des alltäglichen
Gebrauchs, deren Werdegang das soeben im SeitenHieb-Verlag erschienene
Buch begleitet. Angefangen bei ihrer Herstellung über den Transport bis
hin zum Einkaufskorb: Fast immer tragen die „weitgereisten Waren“ einen
Rucksack sozialer und ökologischer Probleme.
Gemeinsam ist allen Texten, dass sie nicht auf einfache Slogans wie “Mit
drei Euro die Welt retten” hinauslaufen. Sie ermuntern dazu, die Augen
für die Probleme der Welt zu öffnen. Sie wollen zum Andersmachen
anstiften, ohne zu drängen, ohne eine gewisse Widersprüchlichkeit zu
leugnen. Diesen Widersprüchen nähern sich die AutorInnen auf
überraschend unterschiedliche Weise: Mal sind es Sachtexte, die
aufklären, mal Satiren, die Probleme zuspitzen. Gedichte und Geschichten
vermitteln auf gefühlvolle Weise Informationen – oder sprechen einfach
für sich.
„/Wir wollten kein nüchternes Sachbuch über Konsum machen, davon gibt es
schon genug“/, erklärt Carola Wicker, eine der MacherInnen des Buches.
Das Buch ermuntert zum Nach- und Umdenken, ohne vollständigen Verzicht
zu verlangen. /„Angesichts endlicher Ressourcen ist klar, dass sich
unser Konsumverhalten ändern muss. Aber wir erwarten nicht, dass die
LeserInnen ihr Leben komplett auf den Kopf stellen“/, sagt Franziska
Brunn. /„Wichtig ist uns, dass die Einzelnen selber einschätzen und
entscheiden, wie viel sie leisten können.“/
Das Buch aus der Reihe: Umweltzer ist eine Einladung zu einer faszinierenden Weltreise!
Weltreise. Von weitgereisten Waren und Widersprüchen im Warenkorb.
Weltreise-Schreibgruppe
ISBN: 978-3-86747-027-8
Preis: 5 Euro
Gebunden, farbiger Umschlag, 184 Seiten mit Fotos und Zeichnungen, im
handlichen Format: 14,8 x 21 cm
Herausgegeben wurde dieses Buch vom Seitenhieb Verlag . Es kann über den Aktionsversand bestellt werden.
Auch aus Brasilien hören wir in den letzten Wochen immer mehr über die Situation der Menschen. Das Fass wurde hier durch den Anstieg der Fahrpreise des Öffentliches Personen Nahverkehrs zum Überlaufen gebraucht. Aber es geht um viel mehr als um ein paar Cent teurere Tickets. Seit Jahren werden Menschen aus den Favelas in den Großstädten vertrieben um Platz für wohlhabendere Menschen zu machen. Durch zwei Großveranstaltungen (Fußball-WM der Herren 2014 / Olympische Spiele 2016) in den nächsten Jahren und den damit verbundenen teuren Stadtumplanungen stieg die Vertreibung der Menschen aus den Armenvierteln und damit auch die Wut. Nun ist diese Wut endlich sichtbar geworden. Straßenschlachten gehören im Sommer 2013 zur Tagesordnung in den Städten Brasiliens.
Die Konsumgesellschaft ist blind. Es gibt kein unendliches Wachstum auf einem Planeten dessen Rohstoffe begrenzt sind. Wir riskieren, dass der wichtigste Teil der Ressourcen unserer Erde vor 2050 verbraucht ist.