Sozial statt National

Die NPD tauchte auf der Montagsdemonstration in Lüdenscheid auf. Sie geben sich nach aussen als sozial. Nationalsozialisten führen das soziale auch im Namen. Sind Nationalisten wirklich sozial? Wie sozial war es, die Gewerkschaften zu zerschlagen? Wie sozial war es, Zwangsarbeiter für deutsche Profite schuften zu lassen? Millionenfacher Judenmord, Krieg, Tod und Zerstörung in die Welt zu bringen, war unsozial. Mehr…

Antipat

Man(n) macht halt was man(n) will!
Über männliches Verhalten und dessen Folgen

Schwarze Katze
It´s not just boys fun issue # 2 – Anarchist Black Cross tribute issue

Unterdrückung fängt schon mit (für die meisten Männer unerheblichen) kleinen Dingen an. Schon Kommunikation kann eine massgebliche Rolle spielen. Das männliche Sprachverhalten ist gemeinhin dominanter. Dies äussert sich durch nicht ausreden lassen, sich überheblich benehmen, den Macker raushängen lassen, Themenbereiche, die die Frau anschneidet, runterzuspielen…

Nicht nur Sprachverhalten kann geschlechtsspezifisch, und damit anti-emanzipatorisch gedeutet werden, es betrifft auch Gestik, Mimik, die ganze Haltung also.

Während die Körpersprache der Männer auf Distanz aufbaut (sich wie ein Pfau zu halten, versuchen einen harten Eindruck zu hinterlassen, breitbeinig sitzen, mit dem Körper mehr Platz einnehmen…) verhalten sich Frauen eher passiv (scheuer Blickkontakt, eingeengte Körperhaltung, konstantes Lächeln…).
Woran liegt das?

Geschlechtsspezifische Erziehung heisst das Zauberwörtchen.
Geschlechtsspezifische Erziehung ist wenn die Eltern dem Sohn verbieten mit Puppen zu spielen weil das zu weiblich ist. Oder wenn Eltern sagen, dass ihre Tochter sich nicht dreckig machen soll, weil das Mädchen einfach nicht tun. Dadurch erst werden Mädchen zu Mädchen gemacht und Jungen zu Jungen. Es gibt keinen rationalen Grund warum Frauen für Männer putzen sollten. Oder?

Was kann ich als Frau tun um dem zu entgehen?
Gar nichts!!! Dieses Verhalten ist zu fest in den Menschen verwurzelt als das mensch sagen könnte, dass er/sie dem einfach entgehen will. Das einzige was dagegen hilft ist sich als Mann immer wieder vor Augen zu führen, dass man(n) unterdrückt. Doch Frauen müssen auch sehen, dass sie unterdrückt werden.

Kann ich mich denn gar nicht wehren?
Doch – wehren ist immer drin. Egal, was passiert ist, ob du nun belästigt worden bist, angegrabscht, geschlagen, gemobbt, vergewaltigt oder anders erniedrigt, das wichtigste ist, dass du damit nicht alleine bleibst. Veröffentliche es, schrei ganz laut, mach auf dich aufmerksam. Die Hauptsache ist, dass es andere mitkriegen. Das kann mit Sicherheit schwer werden, aber es ist der einzige (gewaltfreie) Weg, den du wählen kannst. Wenn du gar nicht gewaltfrei bist, stehen dir natürlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung…

Organisiert euch
Wehrt euch
Schlagt zurück

Schwarze Katze, Postfach 41 20, 58664 Hemer, http://schwarze.katze.dk

Totalitäre Ideologen verteidigen Unrechtsstaat DDR

Hauptgesprächsthema auf dem Friedensfest ist der DDR Artikel. Zumindest unter den politisch Interessierten, die anderen begeistern sich lieber für das Musikprogramm und die alkoholhaltigen Getränke. Am Schwarze Katze Infostand kommen viele vorbei, die Zuspruch und Zustimmung zur DDR-Kritik äussern. Ewiggestrige Parteikommunisten verzichten auf ihren üblichen Propagandastand und bauen aus Protest gegen den informativen Text zum 60. DDR-Geburtstag den – zur Freude von Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten verblichenen – Unrechtsstaat im Kleinen auf dem Friedensfest nach. Keine Realsatire, sondern ernst gemeint! Mit schwarz-rot-goldenen DDR-Fahnen (Nationalismus), FDJ-Blauhemden (autoritäre Staatsjugend), Deutsche Volkspolizei Aufnäher (Unterdrückung), der dazu passenden SED-Ideologie und bolschewistischer Propaganda wie früher bei Karl-Eduard von Schnitzler´s Schwarzem Kanal. Was fehlt, um den Blick zurück in die rote Vergangenheit perfekt zu machen, ist eine kleine Mauer um das Friedensfestgelände. NVA-Mauermörder, Stacheldraht, Stasi-Schergen, Todesstreifen, Stalin-, Mielke- und Honecker-Bilder fehlen auch noch, dann wäre der ostalgische Blick in das Stalinistenparadies DDR perfekt gewesen. Glücklicherweise können die Bolschewisten keine marxistische Planwirtschaft auf dem Friedensfest durchsetzen. Sonst hätte es lange Schlangen vor den dann leeren Bier- und Essensständen gegeben.

Ein Ehepaar, welches das traurige Schicksal hatte, in der DDR leben zu müssen, lobt den Aufklärungsbericht über den Unrechtsstaat. Auch sonst gibt es viel Zuspruch. Es wird höchste Zeit, dass ein Tabuthema, welches linke Wasserträger des totalitären Überwachungsstaates aufregt, für Diskussionen sorgt. Leider sehen nicht nur unverbesserliche Stalinisten, sondern auch einige verwirrte Linke die DDR noch immer als besseres Deutschland. Wenn deren Blutdruck gemeinsam steigt, sie von „Antikommunismus“ schwätzen und sich mit autoritärer Symbolik selber der Lächerlichkeit preisgeben, dann ist es richtig gelaufen. Besser wäre es allerdings, wenn sie endlich mal die stalinistischen Verbrechen eingestehen würden und sich von ihrer überholten totalitären Unterdrücker-Ideologie endlich verabschieden würden. Aber das ist bei einer Ersatzreligion wie dieser nur bei den Wenigsten zu erwarten. Der Fanclub des Mauer- und Stacheldrahtstaates hetzt gegen emanzipatorische Zusammenhänge und spricht sich gegen notwendige Kritik an autoritären Ideologien aus. Die roten Täter haben in den von ihnen unterdrückten Ländern Andersdenkenden keine Meinungsfreiheit zugestanden, nutzen sie aber in dem von ihnen verhassten Westen, um diese wieder abzuschaffen.

Auf der einen Seite Schäubles Vorratsdatenspeicherung und vonder Leyens Internetzensur, welche bekanntermassen in der Öffentlichkeit als „Kinderschutz“ getarnt ist, kritisieren und auf der anderen die menschenverachtende schnüffelnde Stasi verteidigen ist nun mal ein Widerspruch, den sich Marxisten zurecht vorwerfen lassen müssen. Diejenigen, die den größten „Antikommunismus“ verursachten, waren Erich Honecker, Josef Stalin, Pol Pot, Mao Tse Tung, Kim Il-Sung, Nicolae Ceausescu und Enver Hodscha. Diese marxistischen Politgangster zwangen ihre Untertanen, sie durch Personenkult zu preisen und führten auf Kosten der Arbeiter und Bauern ein Leben in Luxus. Wir freuen uns für das Schwarze Katze Archiv über Bücher und andere Materialien, die sich kritisch mit Bolschewismus auseinandersetzen, da auch künftig Texte und Buchbesprechungen zum Thema geplant sind. Insbesondere die unsachliche Hetze des DDR-Fanclubs gegen die Schwarze Katze aufgrund des dringend notwendigen Artikels in der Friedensfestzeitung und die Wissensdefizite vieler Menschen über die roten Verbrechen zeigen, dass weiterhin am Thema gearbeitet werden sollte. Wer in dem Sinne inhaltlich mit uns zusammenarbeiten möchte, ist willkommen.

Quelle: Schwarze Katze Friedensfestbericht 2009